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Kristallener Regen - Abgebremst - Das Versteck



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Kristallener Regen

Am Freitag Nachmittag schien die Sonne in das Wohnzimmer, ihre Strahlen brachen sich in einer Kristallkugel und tanzten farbenfroh an den Wänden, in den Regalen, auf dem Fußboden. Ich legte eine CD auf (Maria Callas) und hockte mich in den Lichtertanz, sah aus dem Fenster.

Starker Wind fuhr durch die Äste eines Tannenbaumes auf der gegenüberliegenden Seite der Straße. An den Tannennadeln hingen Regentropfen, die in der Sonne glitzerten und mit dem Feuer der Kristallkugel wetteiferten.


Es sah aus, als ob der Baum über und über mit silbernem Lametta behangen war. Die Äste bewegten sich im Rhythmus der Musik, dirigierten den facettenreichen warmen Sopran der Callas.
    
Ich nahm die Musik und den Anblick der faszinierenden Erscheinungen mit dem Körper wahr. Meine Hände gruben sich in den weichen Flor des Teppichs, die Augenlider senkten sich.

Eine Wolke schob sich vor die Sonne, der Wind ließ nach. Das Telefon klingelte. Langsam erhob ich mich, sah auf das Display - mein Ex. Mein Blutdruck stieg auf 180, das Herz klopfte laut. - Irgendwann hörte das Klingeln auf.

Maria Callas sang immer noch. Ich setzte mich wieder auf den Fußboden, doch mein Körper konnte sich nicht entspannen, die Speiseröhre krampfte. Das Spiel der Sonnenstrahlen mit regennassen Bäumen und der Kristallkugel begann erneut. Angenehme Bilder und Situationen - noch unscharf - entwickelten sich in meinem 3. Auge. Dein liebes Gesicht tauchte vor mir auf, der rechte Mundwinkel etwas nach unten gezogen. "Meine kleine Fee" - so hat mich nie jemand genannt. Meine Zunge erinnerte sich an deine Zunge, den Geschmack von  Schokoladentrüffeln.
Heitere Gelassenheit erfasste mich.




Abgebremst eine philosophische Betrachtung

Meine rechte Hand holt weit aus. Den Grund? - Ich weiß in nicht mehr.
Er ist nicht relevant - jedenfalls für mich. Für mich zählt nur, dass ich gerade dabei bin, ein Tabu zu brechen. Ein Tabu, dass ich mir vor vielen Jahren auferlegt hatte. Damals, an dem Tag, als meine Mutter mich, wie so oft, mal wieder verdrosch.       
weiter: Abgebremst
Bild von Markus Schütte
Markus Schütte




Gänsehaut pur!

Das Versteck  eine Gänsehaut-Geschichte

Jonas hörte seine Mutter; doch er traute sich nicht zu antworten, denn da war noch ein anderes Geräusch, ein leises Knurren, dass immer stärker wurde. Ihm war unheimlich, denn er war sich sicher, dass der Wolf in der Nähe war. Er igelte sich noch mehr ein. - Da ein lautes Bellen. Er hielt sich mit den Händen die Ohren zu - ich muss ganz still sein...

nur, wenn ich ganz ruhig bin...
wenn der Wolf fort ist, holt mich meine Mama hier raus...     
weiter: Das Versteck

veröffentlicht bei: flensburg-online



In meinem Blog: www.blog-ein.de
sind weitere kurze - meist amüsante - Geschichten von mir.

Es ist ein Blog, der vor allem über Göttingen und den Rest der Welt berichtet. In der Foto-Galerie sind etliche großformatige Bilder von Göttingen zu sehen. 
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