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Reise-Tagebuch
über Plataria
Überwintern in Griechenland Foto-Galerie
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2. Mai 2009
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Ein
bißchen Sorgen mache ich mir schon, ob Barbara
tatsächlich pünktlich kommt, um mich abzuholen. Gerade als
ich den Koffer und die Umhängetasche die Treppen hinunter auf die
Promenade schleppe, sehe ich, dass ihr Auto hält. - Prima!!!
Sie hilft mir, den schweren Koffer in den Kofferraum zu heben und wir
fahren los nach Igoumenitsa zur Fähre. Die Fahrt ist
gemütlich, wir plaudern ein wenig.
Barbara setzt mich am Ticket-Schalter der Fähre ab. Wir
verabschieden uns, mit einer kleinen Träne im Knopfloch, dann
rumpele ich mit meinem Rollen-Koffer zum Schalter, um mir ein Ticket zu
kaufen...
und wo hält die Fähre??? - Der Mann am Schalter zeigt nach
links.
Ungefähr 200 m weiter sehe ich eine Fähre am Hafen liegen. So
rumpele mich mit dem Gepäck in die
Richtung. Das Schiff ist nicht beleuchtet.
Noch 20
Minuten, dann muss die Fähre losfahren. Instinktiv erkenne ich,
dass das wohl nicht die richtige Fähre ist. Zwei junge Männer
kommen vorbei und ich frage sie, ob dies das
Schiff nach Korfu sei. "Ja, das ist die Fähre nach Korfu..."
Ich freue mich, dass ich dort stehen bleiben kann... doch
irgendwie, sagt mir mein Instinkt, wenn dies die richtige Fähre
ist, dann
müsste dort schon Personal zu sehen sein...
Ein paar 100 m weiter steht eine andere Fähre, die hell erleuchtet
ist.
Ich lasse erst mal das Gepäck stehen und renne zu der Fähre
hin. Frage nach... ja das ist die Fähre nach Korfu, sie fährt
gleich los!!!
Also zurück. Ich hole mein Gepäck und atme auf, als ich auf
dem festen Boden
der Fähre stehe. Puh... das war anstrengend..
Die Überfahrt ist angenehm. Ich beobachte einen kleinen - sehr
lebhaften Jungen - flirte mit ihm. Kinder sie sind so
herrlich
natürlich und lächeln ohne irgenwelche Hintergedanken
zurück. Leider kann man das mit Erwachsenen nicht so problemlos
machen...
Das Taxi vom Fährhafen bis zum Flughafen kostet 15 Euro, das ist
Wucher!!!
Doch der nette Taxifahrer bemüht sich mit Witz und
Charme um mich... na, ja... eigentlich bekomme ich das sonst
kostenlos...
Beim Check-In stelle ich meinen Koffer auf das Laufband. Die Waage
zeigt 15 kg an, das wundert mich. Nachdem die Formularitäten
erledigt sind, sehe ich, dass der Koffer mit einer Rolle auf der Bande
des Rollbandes steht und schiebe ihn so zurecht, dass er transportiert
werden kann. Oh, Schreck, jetzt zeigt die Waage 25 kg an. Schnell
schiebe ich den Koffer wieder auf die Bande. Die nette Dame am Schalter
von Air-Berlin merkt es nicht. Schließlich fordert sie mich auf,
den Koffer zu einem anderen Laufband zu bringen und dort wird das
Gewicht nicht mehr kontrolliert. - Glück gehabt...
In dem Warteraum vor dem Boarding, lerne ich ein Ehepaar kennen,
das auch nach Hannover fliegt und in Plataria lebt. So entwickelt sich
ein lebhaftes Gespräch. Die Zeit vergeht wie im Flug.
Von diesem Warteraum aus kann ich das Flugzeug von Air-Berlin schon
sehen. Das Boarding beginnt und ehe ich mich versehe, sitze ich bereits
im Flugzeug, das langsam startet. |
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Es dauert
nicht
lange und ich kann aus meinem Fenster unter mir Korfu sehen. Es ist der
erste Flug in diesem Jahr von Korfu nach Hannover,
nur
6 Erwachsene sitzen im Flugzeug und 2 kleine Mädchen (Zwillinge).
Die Stewardess kümmert sich freundlich um die Kinder und auch um
mich. 
Auf dem Foto ist die Landzunge mit der alten Festung zu sehen.
Etwas höher ist die Marina Gouvia zu erkennen und die hohen
Berge der Insel Korfu im Norden.
Es wundert mich, dass ich überhaupt keine Flugangst habe. So kann
ich völlig unverkrampft ein paar schöne
Ansichten aus dem kleinen Fenster fotografieren. 
Das Flugzeug steigt, noch ist ein Teil der Küste von Griechenland
zu sehen. 
Bald schweben wir über den Wolken und
der
Dunstschleier reflektiert die
Sonnenstrahlen.
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Am Flughafen
Hannover, steige ich in die S-Bahn, die mich zum Hauptbahnhof bringt.
So viele Menschen habe ich lange nicht mehr gesehen. Auch die vielen
Geschäfte mit ihren verlockenden Angeboten...
Bei "Gosch" werde ich schwach, kaufe mir ein Sandwich mit
Stremel-Lachs. Es kostet nur 2,00 Euro! Gut, nehme ich noch eine Cola
dazu.
Was!!!!!!!! Zusammen kostet es 5.40 Euro!!!!! - Das ist Wucher!!!
Willkommen in Deutschland...
...und endlich sitze ich im Zug nach Göttingen. Pünktlich um
12.49 hält der Zug auf dem Göttinger Bahnhof. Ich steige aus.
Niemand von meiner Familie ist zu sehen. Plötzlich kommt ein
kleiner Wirbelwind auf mich zu, ich gehe in die Knie und der Wirbelwind
fällt
mir um den Hals, lacht
sich schier die Seele aus dem Leib. Es ist meine Enkeltochter Ronja (4
1/2 Jahre alt) mit einem kleinen Strauß lila Flieder - was
gibt es Schöneres. Dann entdecke ich auch meine Töchter
Simone und Mirja. Wir begrüßen uns stürmisch, knuddeln
uns. Die Drei
bilden das Empfangskomitee.
Wir setzen uns erst mal vor dem Bahnhof in die Sonne und trinken
Kaffee. Natürlich sprudeln die Gespräche über, ich
erfahre viel Neues, einige Anekdoten werden erzählt. Simone gibt
mir einen Brief, der mit einem schönen Siegel versehen ist. Es ist
eine Einladung für morgen Nachmittag. Ich
soll um 16.00 Uhr zu Christine in den Garten kommen. Mehr wird nicht
verraten. Meine Kinder werden alle da sein.
Ich bin froh, alleine nach Hause fahren zu können. Immerhin bin
ich schon
32 Stunden auf den Beinen. |
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Ich bin wieder zuhause!!!
Göttingen liegt
mir wieder zu Füßen
...und genau so habe ich es mir vorgestellt: Ich stehe nach 6 1/2
Monaten auf meinem Balkon und es grünt so grün... der Winter
ist vorbei... und der Mai ist gekommen... die schönste Jahreszeit
hat hier in Norddeutschland begonnen.
Ich laufe etwas verwirrt durch meine Wohnung. Wo ist was? - Wohin mit
dem Klopapier... Ach ja...
Aus meinem Gepäck nehme ich nur meinen Kulturbeutel heraus und
gehe
anschließend in den Supermarkt, denn mein Kühlschrank ist
leer. Wieder staune ich
staune über die vielfältigen Angebote, kaufe aber nur das
Notwendigste
ein.
Zeit zum Entspannen. Ich stelle die Gartenmöbel auf den Balkon und
genieße ein Weilchen die Sonne. Mein Handy klingelt, es ist meine
Tochter Christine. Sie steht mit Arian vor der Tür, ich habe die
Türklingel nicht gehört, freue mich riesig, werde wieder
munter,
öffne die Wohnungstür und warte auf den Fahrstuhl. Wieder
eine
stürmische Begrüßung, ich drücke den kleinen Arian
so fest, dass er
kaum Luft bekommt. Dann fallen Christine und ich uns in die Arme.
"Mama, ich bin früher vom Tauchen zurückgefahren, hätte
Lust mit dir
zum Kiessee zu fahren. Wir könnten dort ein Bierchen in der Sonne
trinken."
Na, klar, warum nicht, schlafen kann ich später noch.
Gegen 21 Uhr lege ich mich nach 40 Stunden endlich in mein
gemütliches Bett und schlafe sofort ein. |
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