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Hallo Gundula!
Das war ein etwas melancholisch endender Tagebucheintrag.
Der frühlingshafte Sonnenschein mag zwar mit seinen Strahlen die Kälte des Winters vertreiben und die Luft über dem Asphalt flirren lassen. Die Schwalben mögen auch so manch menschlichem Geschöpf die Lust auf den nahenden Sommer verkünden. Doch weder Sonnenschein noch Schwalbenflug kann die menschliche Wärme der Geborgenheit ersetzen, nach der gerade wir uns immer wieder sehnen. Auch wenn wir diese Sehnsucht gerne verleugnen, weil sie uns hin und wieder in eine peinigende Traurigkeit entführt, so bleiben wir doch immer auf der Suche nach dieser so wohltuenden Nähe.
Du beschreibst mit traurig klingenden Worten den Verlust der Zweisamkeit und auch die Sehnsucht, deiner Einsamkeit zu entkommen. Auch ein einigermaßen zufriedenes Leben ist immer wieder ein Kompromiss zwischen Realität und geweckter Begehrlichkeit. Diesem Dilemma bin ich selbst seit Jahren ausgesetzt bzw. hab mich selbst darin verfangen. Wie gerne würde ich meine Vorsätze einem Kompromiss opfern, wenn mir dafür wieder das Teilen von Leidenschaft, das gemeinsame Erleben in all seinen Facetten und letztendlich die so wichtige Wärme der Vertrautheit und Nähe gegeben wird. Jede Woche, jeder Monat und jedes weitere Jahr wird der Blick in den Nachthimmel, die Suche nach dem einen Stern in der Milchstraße schwieriger. Nicht weil die Sterne weniger werden, sondern unsere Ansprüchen an die Galaxien mit der Zeit wachsen und die eigene Realität zunehmend ausgeblendet wird. Letztendlich werden wir Gefangene der eigenen Ambitionen sein und erkennen müssen, so manche Chance nicht erkannt oder genutzt zu haben.
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